Magisches Dreieck - Crailsheim | Dinkelsbhl | Ellwangen

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Jagstzell

www.jagstzell.de

Die Gemeinde Jagstzell
- das historische und geografische Zentrum des „Magischen Dreiecks“.

Keine andere Gemeinde im ehemaligen Grenzbereich der früheren Baden-Württembergischen Regionen „Ellwangen“ und „Crailsheim“ und der ehemals Bayrischen Region „Dinkelsbühl“ kann auf eine so lange und traditionsreiche Geschichte imWechselspiel willkürlicher Besitzansprüche früherer Herrschaftsgebiete zurückblicken wie die Gemeinde Jagstzell. Nirgendwo sind die Hoheitsverschiebungen zwischen Brandenburg-Ansbach, Preußen und Württemberg so heftig gewesen wie in Jagstzell.

Es darf davon ausgegangen werden, dass Jagstzell eine kirchliche Gründung ist, denn die schriftlich überlieferte Geschichte der Gemeinde beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung in der Lebensbeschreibung des Erzbischofs Anno II. von Köln aus dem Jahre 1105. Danach war der Ursprung der Gemeinde eine sogenannte „Celle sancti Viti“, die zur Zeit der Karolinger entstand und später in ein Frauenkloster umgewandelt wurde. Die Leitung dieses Klosters übertrug der Abt von Ellwangen einem seiner Mönche, der den Titel „Probst“ hatte.

Nach der Aufhebung des Klosters werden dessen Güter nicht dem Ellwanger Klostergut zugeschlagen, sondern bleiben eine Sondermasse unter dem Titel „Propstei Jagstzell“. Diese erhielt erst im Jahre 1399 das Kelleramt des Klosters Ellwangen für immer zugewiesen.

Als 1640 eine Auflösung des Klosters Ellwangen erfolgte und die Kloster-Kellerei mit den übrigen Konventsämtern von dem nunmehr gebildeten Kapitel übernommen wurde, organisierte das Kapitel den verbliebenen und zum Teil ergänzten Besitz der ehemaligen Propstei Jagstzell zu einem Unteramt Zell der Kapitelverwaltung um. Mindestens seit dem 16. Jahrhundert hatte Brandenburg-Ansbach Besitzrechte in Jagstzell. Seit dem Jahr 1796 übte Preußen als Rechtsnachfolger seine Landeshoheit über ein Drittel des Ortes aus. Der ellwangische Teil wurde 1802/03 württembergisch, der preußische Teil 1806 bayrisch und 1810 ebenfalls württembergisch.

Die gewerbliche Struktur der Gemeinde entwickelt sich hervorragend.
Der wohl bekannteste Betrieb der Region, die Fa. Josef Rettenmeier und Söhne GmbH + Co KG unterhält im Grenzbereich der Gemeinden Rosenberg und Jagstzell eine gemeindeübergreifende Betriebsstätte mit ca. 800 Arbeitsplätzen.

Natur und Erholung
Ein besonderes Kapital der weitverzweigten Gemeinde mit ihren 30 Teilorten ist allerdings ihre Landschaft, in die sie topographisch reizvoll eingebettet ist. Die 38 km2 Markungsfläche - davon 26 km2 Wald - ist durch ein ausgebautes Straßen- und Wegenetz  erschlossen.

Jagstzell gehört naturräumlich zu den weiten Wäldern des "Virngrundes", diese erfahren durch das Jagsttal mit den Seitentälern eine abwechslungsreiche Unterbrechung. Für den Wanderer und Naturfreund erschließen sich hier geradezu ideale Refugien in einsamen Fichten- und Tannen- aber auch Mischwäldern, an idyllisch gelegenen Stauseen - Orrot- und Fischbachsee - und auf satten Wiesen.